Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
Landservice Logo

Minze

Die Minze ist ein altes Heilkraut, das aus dem Mittelmeerraum stammt und inzwischen in allen klimatisch gemäßigten Regionen Europas und Asiens verbreitet ist. Die Minze gehört zur Familie der Lippenblütler.
Mit leuchtend grünen Blättern und erfrischend würzigem Geschmack verfeineren die mehr als 20 verschiedenen Arten von frischer Minze zahlreiche Gerichte.
Als Heilpflanze eingesetzt wirkt Minze belebend und kühlend.
Minze ist nicht nur als Tee ein Genuss, sondern verleiht zahlreichen Gerichten mit seinem besonderen Aroma das gewisse Etwas.
Minze wird zwischen Mai und Oktober geerntet. Man kann die Blätter der Minze und die ganzen Triebe frisch und getrocknet verwenden.

Einkaufstipps

Frische Minze bekommt man als ca. 20 cm große Pflanze im Topf, in Kunststoffschalen verpackt oder mit Folie verschweißt zu kaufen.
Kenner kaufen allerdings ihre Minze bevorzugt in Gemüsegeschäften oder auf den Wochenmärkten, wo das aromatisch duftende Kraut meistens lose angeboten wird.

Lagertipps

Frische Minze ist das ganze Jahr erhältlich und wird ganzjährig nach der Blütezeit geerntet.
Wer Minze im Bund kauft, sollte sie möglichst schnell verbrauchen, sonst verfliegt ein Großteil des Menthols und die Blättchen werden schlapp.
Sie kann einige Tage kühl und feucht gelagert werden. Die Stängel werden dazu in ein Wasserglas gestellt oder in einem feuchten Tuch eingeschlagen und im Kühlschrank aufbewahrt.
Man kann die lose Minze aber auch waschen, leicht trocken schütteln, locker in einen Plastikbeutel legen und im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren.
Dekorativ lässt sich Minze als Strauch kopfüber trocknen, verliert dadurch aber ihren frischen unverwechselbaren Geschmack.

Zum Einfrieren der Minze werden ganze Stängel in kleine Plastikbeutel gegeben und eingefroren, beim Auftauen können dann auch nur die einzelnen Blätter entnommen werden.
Minze im Topf hält sich natürlich länger, vor allem, wenn sie auf einem halbschattigen Platz auf dem Balkon oder auf der Fensterbank steht.
Da die Minze in getrocknetem Zustand von ihrem jeweils typischen Aroma verliert, sollte man sie nach der letzten Ernte lieber einfrieren.
Möchte man einen Vorrat anlegen, wird die Minze vor ihrer Blüte geerntet, dann hat sie die beste Qualität. Die Ernte lohnt sich, wenn der Sommer sonnenreich war und somit für ausreichend Inhaltsstoffe gesorgt hat. Die Trocknung sollte schnell und ohne Sonneneinwirkung von statten gehen, ansonsten leiden die Inhaltsstoffe der Minze. Wenn die Minzeblätter getrocknet sind, bewahrt man sie dunkel in Dosen auf und hat den ganzen Winter die Zutaten für leckeren Pfefferminztee.

Küchentipps

Die frischen Blätter der Minze eignen sich als Garnierung für sommerliche Desserts, Punsch oder Sommergetränke.
Minzsoße zu Lamm ist ein Gedicht aber auch bei Wild und in orientalischen Hackgerichten darf Minze nicht fehlen.
Zur Verarbeitung wird die Minze in stehendem Wasser gut gespült und anschließend trocken getupft. Dann werden die Blätter von den Stielen gezupft und je nach Rezept ggf. in Streifen geschnitten oder gehackt.

Während bei uns Minze vor allem bei Desserts, Torten und anderen Süßspeisen sowie Cocktails und Drinks zum Einsatz kommt, gehören sie anderswo ganz selbstverständlich auch in die herzhafte Küche. Ob Saucen, Chutneys, Currys, Gemüse, Hülsenfrüchte oder Lamm und Geflügel, vor allem in Asien und im Orient kocht man viele Gerichte mit Minze.

Auch die Kombination mit Petersilie und Knoblauch kommt häufig vor, andere Kräuter hingegen vertragen sich mit dem intensiven Minze-Aroma nicht gut bzw. gehen leicht unter.
Minze passt auch zu Joghurtsaucen, Erbsen, Auberginen, Zucchini, Scholle, Kabeljau und Hackfleisch.

Ernährungstipps

Verantwortlich für den kühlen Geschmack der Minze ist das Menthol, das gemeinsam mit den Gerb- und Bitterstoffen schmerzlindernd, krampflösend, durchblutungsfördernd und kühlend wirkt. Menthol konzentriert sich vor allem in den Blättern der Pflanze und findet, als ätherisches Öl inhaliert oder in der äußeren Anwendung, häufig Verwendung. Das ätherische Öl der Minze hilft gegen Kopfschmerzen, Erkältungen oder bei neuralgischen Beschwerden. Aufgrund seiner beruhigenden, krampflösenden Wirkung wird Minze seit jeher als magenberuhigender Tee genossen. Zu große Mengen sind jedoch aufgrund des hohen Mentholgehaltes nicht ratsam, da sie auf Dauer die Magenschleimhaut reizen können.
Ein einfacher Aufguss der Blätter lindert verdauungsbedingte Magenschmerzen. Pfefferminze kann mit Zitronenmelisse oder Zitronenverbene gegen Verdauungsbeschwerden oder mit Echter Kamille gegen stressbedingte Magenverstimmungen eingesetzt werden.
Mentholhaltige Minze-Arten verursachen zudem ein erfrischendes Kältegefühl im Mund.

Hofschatztipps

Minze ist nicht gleich Minze. Es gibt unglaublich viele verschiedene Sorten. Alle haben ein unterschiedliches Aroma. Jeder kennt die Pfefferminze, aber es gibt ca. 20 verschiedene Sorten Minze, bei denen der Mentholgeschmack in den Hintergrund tritt. Sie überzeugen durch andere Aromen. Die Pflanzen, bzw. die Blätter sehen auch unterschiedlich aus.
Minze gibt es schon seit vielen Jahrhunderten in Hausgärten. Sie wurden hauptsächlich für Tee verwendet, aber auch als Gewürzkraut. Auch heute noch gibt es Pfefferminztee in allen Variationen. Für Tee können sowohl frische, als auch getrocknete Blätter genutzt werden.
Pfefferminze kann aber mehr. Gerade im Sommer, wenn es heiß ist, schmeckt Minze hervorragend in kühlen Getränken. Man kann ganze Blätter hineingeben oder sie mit dem Mixer klein schneiden.
Besonders lecker ist das Aroma von frischer Pfefferminze im Mojito, einem karibischen Cocktail, oder in Minze-Holunderblütenschorle.

Kräutervom Hof!Petersilie Schnittlauch Dill Basilikum Thymian Rosmarin Kerbel Bärlauch Liebstöckel Bohnenkraut Majoran Zitronenmelisse Minze Koriander Löwenzahn Salbei Getreidevom Hof!Weizen Dinkel Roggen Hafer Gerste Mais Buchweizen Walnüsse