Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
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Roggen

Roggen, dessen eigentliche Heimat in Russland zu finden ist, wurde besonders im letzten Jahrhundert zu Mehl gemahlen und als Grundlage für kräftiges Brot verwendet.
Heute hat sich Roggen einen festen Platz unter den Mehlsorten erobern können und zählt zu den wichtigsten Getreidesorten bei der Brotherstellung.

Einkaufstipps

Roggenmehl und Roggenschrot sind an ihrer dunklen Farbe leicht zu erkennen und für Feingebäck nicht geeignet.
Im Roggenvollkornmehl wird das ganze Korn vermahlen. Wem das Roggenvollkornmehl zu kräftig und zu schwer ist, findet als Alternative auch ein leichteres dunkles Roggenmehl Typ 1150. Brot aus diesem Roggenmehl hat eine dicke Kruste, die längeres Kauen erfordert.
Backwaren aus Roggenmehl haben einen kräftigen, würzigen Geschmack.

Lagertipps

Roggenbrote schmecken aromatisch und würzig, sind saftig und sollten wegen des enthaltenen Sauerteiges vor dem Verzehr 1 Tag gelagert werden. Nicht nur der gute Geschmack spricht für den Genuss von Roggenbroten, sondern auch die lange Haltbarkeit.

Küchentipps

Wird Roggenmehl zum Backen verwendet, ist darauf zu achten, dass bei der Verarbeitung etwas mehr Flüssigkeit erforderlich ist als bei Weizenmehl.
Roggenmehl wird besonders gerne zu Brot verarbeitet. Es enthält viel Klebereiweiß, das allerdings nur unter Anwesenheit von Säure richtig aufquillt. Hefe alleine genügt nicht zur Lockerung, denn Kleber und Stärke müssen erst durch einen Säuerungsprozess aufgeschlossen werden. Damit das Brot gelingt, benötigt man beim Backen von reinem Roggenbrot einen Sauerteig oder Backferment.

Ernährungstipps

Roggenmehl verfügt über einen beachtlichen Anteil an essentiellen Aminosäuren, Vitaminen der B-Gruppe und Vitamin E, Mineralstoffen und Spurenelementen (z. B. Magnesium, Eisen, Zink, Mangan).
Roggenprodukte sind nicht so leicht verdaulich wie die aus Weizenmehl.

Hofschatztipps

Roggen wird bei uns vor allem als Brotgetreide verwendet aber auch als Flocken, Schrot und Grieß.

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