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Aprikosen

Aprikosen sind Steinfrüchte, werden botanisch als Prunus armeniaca bezeichnet und stammten ursprünglich aus Nordchina, wo man sie immer noch als Wildpflanzen in der freien Natur findet. Man geht davon aus, dass sie durch die Römer Verbreitung fanden.
Aprikosen bevorzugen trockenes und warmes Klima und werden somit in Europa verstärkt im Mittelmeerraum angebaut. Ihre klimatischen Ansprüche ähneln denen der Weintraube, sodass man Aprikosenbäume häufig in Weinregionen, so auch in Deutschland, findet.
Aprikosenbäume gehören in die Klasse der Rosengewächse und blühen in weiß-rosa Farben.
Aprikosen werden besonders in Österreich auch als Marillen bezeichnet.
Die 4 - 8 cm großen, rundlichen und hellgelb bis orangegelben, saftigen Früchte schmecken süß-säuerlich aromatisch.

Einkaufstipps

Achten Sie beim Einkauf darauf, vollreife Aprikosen zu erhalten. Noch nicht reife Aprikosen reifen zwar nach, bleiben im Geschmack aber fade.
Aprikosen lassen sich sehr gut auf heimischen Wochenmärkten einkaufen. Aber erkundigen Sie sich individuell nach der Herkunft der Früchte. An ausgewählten Ständen finden Sie auch Aprikosen regionaler Herkunft. Im Rheinland finden Sie auch einige wenige Direktvermarkter und Hofläden mit Aprikosen aus eigenem Anbau.

Lagertipps

Frische vollreife Aprikosen sind nur kurzzeitig lagerfähig. Sie sollten innerhalb von zwei Tagen verwendet und bis dahin im Kühlschrank aufbewahrt werden.
Falls im heimischen Garten vorhanden, bleiben Aprikosen bis zur Verarbeitung am besten am Baum hängen.

Küchentipps

Aprikosen können sowohl frisch als auch gegart verwendet werden.
Frisch werden sie gerne in Obstsalaten und Quarkspeisen verarbeitet. In zahlreichen Kuchen und Torten werden sie ebenfalls verwendet.
Auch in der herzhaften Küche finden Aprikosen Verwendung. Sowohl in Kombination mit Schweinefleisch als auch in süß-sauren Reispfannen finden sich Aprikosen wieder.
Im Rahmen der Veredlung ist Aprikosenkonfitüre sehr beliebt.
In Gläsern eingekocht, auch einmal in süß-saurer Variante, bilden Aprikosen das ganze Jahr über eine tolle Abwechslung auf dem Speiseplan.
Ebenso ist die Verarbeitung von Aprikosen zu Likören und Bränden sehr verbreitet, bekannt ist dabei vor allem der Marillenlikör.
Aprikosen eignen sich auch sehr gut zum Trocknen, da sie weiterhin recht saftig bleiben. Sie nehmen in trocknem Zustand einen leicht säuerlichen Geschmack an. In fast jeder Trockenobstmischung befinden sich Aprikosen.

Ernährungstipps

Unter allen Steinobstsorten weisen Aprikosen den höchsten Gehalt an Kalium, Eisen und Provitamin A auf. Provitamin A ist gut für die Augen und die Haut.
Zu den weiteren Mineralstoffen zählen Kalzium und Phosphor. Andere nennenswerte Vitamine sind die Vitamine der B-Gruppe und Vitamin C.
Der beachtliche Carotin-Gehalt sorgt für die Farbgebung der Aprikosen.
Aprikosen sind daher bei Mineralstoff-, speziell bei Kalium- und Eisenmangel, gut geeignet. Auch bei Darmträgheit werden sie empfohlen.

Hofschatztipps

In Form von Trockenobst bezeichnet man Aprikosen auch als Mineralstoffbomben, was vor allem an ihrem hohem Kalium- und sonstigem Mineralstoffgehalt liegt.
Aprikosenkerne werden zur Herstellung von Persipan verwendet. Persipan ist ein Marzipanersatz, welches an Stelle von Mandeln auf Aprikosen- und Pfirsichkernen basiert.

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