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Pfirsiche

Pfirsiche sind klassische Sommerfrüchte. Sie zählen wegen ihres aromatischen und saftigen Fruchtfleisches zu den edelsten Steinobstarten.
Die Früchte können sowohl roh als auch gekocht, im Kuchen oder als Salatzugabe verzehrt werden.
Je nach Sorte ist der Geschmack unterschiedlich süß und saftig. Der echte Pfirsich hat eine samtige und leicht behaarte Fruchthaut. Die Längsfurche und der vertiefte Stielansatz sind typisch. Die Pfirsichfrucht ist rundlich bis leicht gespitzt und hat eine gelb-grünliche und intensiv gelb bis leicht rötliche Schalenfarbe.
Je nach Sorte ist das Fruchtfleisch weiß, gelblich oder wie beim Blutpfirsich rot marmoriert. Das Fruchtfleisch des Pfirsichs ist recht weich. Der ovale, hellbeige Kern zeigt tiefe Einkerbungen und trägt einen ölreichen Samen, der u. a. Blausäure enthält. Blausäure ist gesundheitsschädlich - der Kern ist daher nicht zum Verzehr geeignet

Einkaufstipps

Pfirsiche aus heimischem Anbau sind in den Monaten Juli bis September erhältlich. Leider ist die Ernte in Deutschland sehr gering und wird regional über die Obstbauern in den Hofläden vermarktet.
Es gibt eine sehr große Zahl von Pfirsichsorten. Die Steinlöslichkeit liegt übrigens nicht an der Reife - sie kann sortenbedingt gut oder schlecht sein.
Die weißfleischigen Pfirsiche werden bereits ab Anfang Juni angeboten, sie sind meist teurer, da sie besonders aromatisch und saftig sind. Die gelbfleischigen Früchte, deren Steine besser löslich sind, werden hauptsächlich von Juli bis September angeboten.
Einem Pfirsich kann man seine Reife nicht von außen ansehen, man erkennt reife Früchte nur am Duft und am Druck. Das Fruchtfleisch muss bei leichtem Druck nachgeben. Ein Großteil der importierten Pfirsiche wird hart und grün geerntet, damit sie maschinell sortiert und gebürstet werden können und den Transport überstehen. Solche Ware reift nicht völlig nach und erreicht auch nicht das volle Aroma.
Seit den letzten Jahren findet man immer häufiger Weinbergpfirsiche im Angebot. Das Besondere an ihnen ist ihr herb-fruchtiges Aroma. Der Weinbergpfirsich ist zwar weniger süß als seine Verwandten, dafür weist das Fruchtfleisch aber das intensivste herb-fruchtige Pfirsicharoma auf. Das Fruchtfleisch ist faserig und meist weißfleischig, beim roten Weinbergpfirsich ist es intensiv rot. Er hat eine sehr pelzige Haut, die nicht jeder mag. Wie der Name schon vermuten lässt, wird der Weinbergpfirsich in Weinanbaugebieten angebaut.
Pfirsiche in Dosen oder im Glas findet man in jedem Supermarkt. Mit halben oder in Scheiben geschnittenen Früchten werden sie recht preiswert angeboten.

Lagertipps

Pfirsiche sind gegen Stoß und Druck sehr empfindlich, daher muss man sie vorsichtig transportieren.
Reife Pfirsiche lassen sich schlecht lagern und können im Kühlschrank ein bis zwei Tage aufbewahrt werden. Sie sollten aber zuvor auf Druckstellen kontrolliert werden, da die Frucht an diesen Stellen schnell verdirbt.
Es wird empfohlen, die Lagertemperatur bei unter zehn Grad zu halten.
Am besten ist der baldige Genuss, da Pfirsiche bei Kühlschranktemperaturen mehlig werden können.
Tiefgefroren können Pfirsiche in Stücke oder Spalten geschnitten acht bis zehn Monate aufbewahrt werden.

Küchentipps

Die Früchte können sowohl roh als auch gekocht, im Kuchen oder als Salatzugabe verzehrt werden.
Je nach Sorte ist der Geschmack unterschiedlich süß und saftig.
Pfirsiche sollten immer eine halbe Stunde vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank genommen werden, nur so kann sich das volle Aroma entfalten.
Sie sind hervorragend zum Rohverzehr geeignet - dazu waschen und nach Verwendungszweck zerkleinern. Bedeutend ist aber auch ihre Verwendung in Obstsalaten, Kompotten, Fruchteis und Kaltschalen.
Zur weiteren Verarbeitung werden die Früchte häufig gehäutet. Dazu werden die Pfirsiche kreuzweise oben eingeritzt, kurz in kochendes Wasser getaucht, herausgehoben und sofort in Eiswasser abgeschreckt. Danach mit einem Küchenmesser die Haut von oben ab dem Stielansatz abziehen. Pfirsichhälften werden nicht braun, wenn man sie mit Zitronensaft beträufelt.
Pfirsiche passen auch sehr gut zu herzhaften Speisen, in Kombination mit Geflügel, Lamm oder Kalbfleisch. Gehackte Nüsse oder Pinienkerne passen ebenso gut zu Pfirsichgerichten wie Currygewürze.
Nicht zu vergessen ist Toast "Hawai". Eine Toastvariante mit Pfirsich, Schinken und Käse.
Aus Pfirsichen kann man auch sehr gut Likör herstellen.

Ernährungstipps

Der Pfirsich ist reich an Provitamin A, den Vitaminen B1, B2 und Niacin. Ebenso werden sie wegen ihres hohen Vitamin-C-Gehaltes sehr geschätzt, der sich auch nach der Lagerung nur langsam verliert.
An wichtigen Mineralstoffen enthält der Pfirsich Calcium, Phosphor, Kalium und Eisen. Die meisten Vitamine und Aromastoffe befinden sich unter der Schale. Deshalb sollte man Pfirsiche nur waschen und mit der Schale essen.
Der Kern der Pfirsiche ist allerdings giftig.
In der Frucht stecken sehr viele Ballaststoffe und Pektine. Diese kurbeln die Verdauung an. Die Pektine wirken senkend auf den Cholesterinspiegel.
Pfirsiche enthalten besonders viel Biotin, dieses stärkt das Hautgewebe, die Haare und die Fingernägel.
Die Fruchtsäuren im Pfirsich wirken harntreibend und entschlacken somit.

Hofschatztipps

Pfirsiche werden häufig zu Fruchtaufstrichen verarbeitet. Die Haut der Pfirsiche färbt sich in Fruchtaufstrichen leicht braun. Dieses kann verhindert werden, indem die Pfirsiche vorher blanchiert und enthäutet werden.
Runzelige Pfirsiche kann man für kurze Zeit ins Wasser legen, die Früchte werden wieder glatt und bleiben süß und saftig.
Eine regionale Pfirsich-Spezialität ist der Weinbergpfirsich. Wie der Name schon vermuten lässt, wird der Weinbergpfirsich in Weinanbaugebieten angebaut. In den Steilhängen ist das vor allem der "Rote Weinbergpfirsich". Er wächst an kleinwüchsigen Bäumen als kleine, feste und stark bepelzte Früchte, die sich durch ihr rotes Fruchtfleisch auszeichnen.

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