Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
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Pfannkuchen

Eierkuchen, Pfannekuchen, Mehlpfannkuchen, Flädle, Palatschinken in Österreich, pancake in Amerika, Plinsen und Bliny im slawischen Raum und viele andere regionstypische Bezeichnungen gehören zur alltäglichen Küche. Dass die Pfannkuchen so verbreitet sind, liegt sicher daran, dass Mehl, Eier, Milch und Salz im Sommer wie im Winter relativ preiswert zur Verfügung stehen.

Früher

Das Geld war oft knapp und so lebte man von dem, was im Garten und auf den Feldern wuchs und von den Tieren, die man füttern und versorgen konnte. Im Sommer war die Auswahl viel größer als im Winter, denn Gefriertruhen gab es kaum. Mehl aber ist gut haltbar und Hühnereier und Kuhmilch gab es auf den meisten Höfen. So standen die Grundzutaten für Pfannkuchen in ausreichenden Mengen zur Verfügung. Auch Schmalz zum Ausbacken des Teiges in der Pfanne war durch die Hauschlachtung vorhanden.

Zu den Mahlzeiten mussten viele Pfannkuchen gebacken werden, denn die Haushalte waren groß. Es gab viele Kinder, manchmal Tanten und Onkel auf den Höfen und auch die Angestellten wurden mitbeköstigt. So ein Haushalt umfasste oft 10-15 Personen, die alle satt werden wollten. Meist gab es zum Mittagessen einen Eintopf aus Gemüse und Kartoffeln ohne Fleischbeilage. Manchmal wurde ein Stück Speck oder eine Mettwurst dazu gegessen. Aber es gab zum Eintopf den Pfannkuchen. Er ersetzte die Fleischportion.

In einer großen Pfanne wurden die Pfannkuchen gebacken. Das Backen dauerte mit zwei Pfannen schon mal eine ganze Stunde lang. Es durften auch gerne Pfannkuchen übrigbleiben, dann konnten die Nachzügler oder die noch Hungrigen sich am kalten Pfannkuchen bedienen. So war der Pfannkuchen meistens ein Mittagessen, wurde aber auch abends gern gegessen. Im Herbst kamen Apfelstückchen, Pflaumen oder Blaubeeren mit in den Teig. Zum Pfannkuchen wurde auch ganz oft Apfelmus oder ein Obstkompott gereicht. Die sättigende Variante war der Speckpfannkuchen. Dazu wurden Streifen von fettem Speck in der Pfanne ausgelassen und dann Pfannkuchenteig darüber gegossen.

In manchen Gegenden wurde der Pfannkuchen mit Buchweizenmehl zubereitet. Dann sieht er viel dunkler aus und ist auch herzhafter im Geschmack.

Heute

Heute wird der Pfannkuchen immer noch sehr gerne gebacken und gegessen. Der Teig wird oftmals mit mehr Eiern zubereitet als das früher der Fall war. Durch das Ausbacken mit Margarine, Butter oder Öl ist er leichter verdaulich als beim Backen in Schweineschmalz.

Ganz klassisch ist die Kombination mit frischem grünem Salat in Sahnesoße oder mit Obstkompott. Die Variationsmöglichkeiten sind groß. Pikant wird er gegessen zu Salzkartoffeln, zu Gemüse und Schinken; aufgerollt und gefüllt mit verschiedenen Gemüsen, wie z. B. Spargel, und gekochtem Schinken. Als Vorspeise ist er beliebt, kann in Röllchen geschnitten auf einem grünen Salat serviert werden oder belegt und überbacken werden.

Auch süß ist er sehr gefragt, wenn er mit Rübenkraut, Marmelade, Preiselbeeren, Honig oder Nussnugatcreme bestrichen oder einfach mit Zucker bestreut wird.

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