Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
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Spargelanbau

Anbau

Der Bleichspargelanbau ist sehr arbeitsaufwendig.
Im ersten Jahr werden aus Samenkörnern Jungpflanzen gezogen. Die einjährigen Spargeljungpflanzen werden in ca. 20 cm tiefe Pflanzgräben gesetzt. Aus ihnen entwickelt sich in der Erde die Wurzel und oberirdisch das Spargellaub.
Im Herbst wird dieses Spargellaub abgehäckselt, in den Boden eingearbeitet und dient dem Boden als zusätzlicher Gründünger.
Im Frühjahr werden die Spargelreihen mit einem Spargelpflug zu Dämmen aufgepflügt, damit die Spargelpflanze lange weiße Stangen bildet.
Im dritten Jahr wird die halbe Saison geerntet und im darauf folgenden vierten Jahr bringt das Spargelfeld schon fast den vollen Ertrag.

Der Bleichspargel wird gerne auf leichten Sandböden angebaut, da Sandboden sich schneller erwärmt und die Pflanze zum Wachsen anregt. Es eignen sich aber auch schwere Böden, solange diese steinfrei und siebfähig sind. Bei schweren Böden müssen allerdings Folien auf die Dämme gelegt werden, damit der Boden sich besser erwärmen kann und die Erdkruste durch den hohen Tonanteil nicht zu hart wird.

Die Pflanze besitzt Speicherwurzeln. Hier werden die Vorratsstoffe gespeichert, die dann für die Ausbildung neuer Spargelstangen im Folgejahr benötigt werden.
Spargelfelder werden 9 - 10 Jahre alt. Bei älteren Feldern stellt man eine zunehmende Alterung fest. Hier sinkt der Ertrag und die Spargelstangen werden dünner.

Grünspargel wächst über der Erde. Das Sonnenlicht bewirkt die Bildung des grünen Blattfarbstoffes Chlorophyll. Er wächst gut auf humosen Böden. Die Stangen des Grünspargels sind dünner und leichter als die weißen Spargelstangen.

Ernte

Die deutsche Erntesaison beginnt - je nach Witterung - Anfang bis Mitte April und endet am 24. Juni, dem Johannistag, auch Spargelsilvester genannt.

Bleichspargelernte bedeutet körperliche Arbeit. In mühevoller Handarbeit wird der Spargel je nach Anbaumethode und Witterung täglich (1 - 2 mal) gestochen.
Nur erfahrene Spargelstecher erkennen an den Rissen in der Erde, wo eine Stange wächst. Die Stangen werden gestochen, bevor sie die Erde durchbrechen. Im Dunkel des Erdreiches bleiben sie weiß und zart. Sobald sie aus der Erde ans Licht gelangen, verfärben sie sich violett.

Die Spargelstange wird mit der Hand freigelegt und etwa 8 - 10 cm über dem Wurzelstock mit einem speziellen Spargelmesser abgestochen. Diese Arbeit muss zügig und sorgfältig durchgeführt werden. Andere nachwachsende Stangen dürfen nicht beschädigt werden. Nach dem Stechen wird das entstandene Erdloch wieder mit einer Glättkelle zugeschüttet und die Oberfläche glatt verstrichen. Die Ernte erfolgt früh morgens und nochmal abends.

Nach dem Stechen auf dem Acker werden die Spargelstangen schnell in die Aufbereitungshalle gebracht und in Eiswasser auf etwa 2 °C herabgekühlt, um so die Frische und Qualität zu erhalten. Danach wird der frisch gestochene Spargel gewaschen und nach Handelsklassen sortiert.

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