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Blattsalate

Blattsalate

Ob grün, rot oder weiß, mit krausen oder glatten Blättern - Salate sind das ganze Jahr über, aber besonders im Sommer, eine optische Delikatesse.
Salate werden in Schnitt- oder Pflücksalate (z. B. Eichblatt oder Lollo Rossa), Kopfsalate und Krachsalate (z. B. Eisbergsalat oder Römischer Salat) unterschieden.

Der Kopfsalat wird in der Rubrik Kopfsalat beschrieben. Hier werden unter dem Begriff "Blattsalate" die Pflück-, Schnitt- oder Treibsalate und die Krachsalate vorgestellt.
Allen Salaten ist gemein, dass man ihre Blätter meist roh isst. Sie haben einen schwach bitteren Geschmack.
Die Haupterntezeit im Garten ist zwischen April und Oktober. Salate sind einjährige Langtagpflanzen aus der Familie der Korbblütler.
Ursprünglich stammen sie aus dem Mittelmeerraum. Unsere Gartensalate stammen von der Urform des Wilden Lattichs ab. Schon in der Antike wurde Salat sehr geschätzt und auch angebaut.
Gemüsebetriebe, die Salate anbauen, gibt es flächendeckend in ganz NRW; schwerpunktmäßig erfolgt der Anbau im Rheinland.

Blattsalate
Für den Einkauf rechnet man 50 g geputzten (70 g ungeputzten) Salat pro Person.
Blattsalate werden das ganze Jahr über angeboten. Aus heimischem Freilandanbau kann man sie von April bis Oktober / November einkaufen.
Knackige Blätter und frische Anschnittstellen weisen auf Frische hin.
Salat gehört zu den ersten erntefrischen und vitaminreichen Gemüsen im Frühjahr. Wochenmärkte, Hofläden mit Gemüsebau und gut sortierte Gemüsetheken bieten frische, heimische Ware an.
Frische Blattsalate sind im Kühlschrank nur kurze Zeit lagerfähig. Sie sind sehr druckempfindlich. Die feinen Blätter welken sehr schnell. Besser ist es, den Salat direkt zuzubereiten und zu verzehren.
Eissalat ist am besten lagerfähig. Im Kühlschrank hält er sich bis zu 4 Tage.
Blattsalate sind nicht gefriergeeignet.
Frische Blattsalate werden wie Kopfsalat zuerst geputzt, verlesen und dann in stehendem Wasser gewaschen. In stehendem Wasser werden die Blätter und Vitamine geschont. Zum Abtropfen eignet sich eine Salatschleuder.
Damit der Salat nicht zusammen fällt, wird er erst kurz vor dem Anrichten mit der Salatsoße vermengt. Als Marinaden eignen sich die beliebte Sahnesoße mit Zitronensaft oder ein Essig-Öl-Dressing.
Mischen Sie hellgrüne, rote oder krause Blätter. So wird ihr Salat ein Hingucker auf dem Tisch.

Ergänzen können Sie Blattsalate sehr gut mit frischen Kräutern und anderen Gemüsen wie Tomaten, Gurken, Radieschen oder Obststückchen.
In manchen Regionen wird Römischer Salat auch gekocht (Kochsalat). Dazu wird er in Butter gedünstet und mit Salz, Pfeffer und Muskat abgeschmeckt.
Ist der Römische Salatkopf in Blüte gegangen, kann man sogar den zarten und fleischigen Strunk essen. Den Strunk kann man ähnlich wie Kohlrabi oder Spargel zubereiten.
Blattsalate enthalten kein Fett, wenig Energie, Eiweiß und Kohlenhydrate. Dafür enthalten Blattsalate viele Vitamine und Mineralstoffe. Sekundäre Pflanzenstoffe, die unsere Gesundheit schützen, sind in heimischer Freilandware besonders reichlich vorhanden.
Besonders positiv ist, dass die vielen verschiedenen Blattfarben und Blattformen appetitanregend wirken.
Der Frühjahrssalat ist besonders zart, denn er hat kurze Stiele und hellgrüne feine Blätter.
Salate mit wenig Eigengeschmack, wie z. B. Eichblattsalat, vertragen eine würzige Essig-Öl-Kräuter-Marinade. Zu herberen Salaten passt gut eine milde Sahne-Joghurt-Sauce.

Blattsalatsorten

Salate werden in Schnitt- oder Pflücksalate, Krachsalate und Kopfsalate unterschieden. Die Übergänge zwischen den Sorten sind fließend. So kann man einen Blattsalat "Lollo Rosso" früh als Blattsalat ernten oder die Pflanzen solange stehen lassen, bis sich Köpfe gebildet haben. Ein anderes Beispiel ist der Römische Salat, der ein Kopfsalat ist, aber nur einen lockeren Kopf bildet.

Blattsalatanbau

Blattsalate lassen sich im Hausgarten einfach anbauen. Sie sind schneller erntereif als Kopfsalat. Sie werden direkt in Reihen ausgesät und keimen sehr schnell, sodass man schon bald die Reihen erkennt. Das Beet sollte gleichmäßig feucht gehalten werden.
Nach ca. 6-8 Wochen Wachstumszeit kann Pflücksalat geerntet werden.
Blattsalate haben geringe Nährstoffansprüche. Man kann sie sogar im Balkonkasten oder in Blumenkübeln anbauen. Schnittsalat eignet sich als Vor- und als Zwischenkultur im Gemüsebeet.
Römischer Salat ist verhältnismäßig einfach im Hausgarten anzubauen. Er schießt auch bei hohen Temperaturen nicht so schnell in Blüte. Die Aussaat erfolgt Mitte April in einem geschützten Anzuchtbeet. Nach etwa 4 Wochen können die jungen Pflanzen ins Beet gesetzt werden. Er hat ein hohes Nährstoffbedürfnis. Die Außenblätter sind in nassen Jahren mehltauanfällig. Sie müssen bei der Ernte entfernt werden.

Im Herbst, wenn die Salatpflanzen nicht mehr so viel Licht bekommen, erhöht sich der Nitratgehalt. Deshalb sollte im Herbst nicht mehr mit stickstoffhaltigen Düngern gedüngt werden.