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Rosmarin

Rosmarin

Rosmarin gilt als intensives Aromawunder. Mit wenigen Zweigen kann man jedes Gericht verzaubern. Rosmarin hat ein pikant-bitterwürziges Aroma, das an Pinienwälder erinnert.

Rosmarin
Rosmarin gibt es vorgezogen in Töpfen zu kaufen, aber auch als Bund in der Gemüseabteilung. Häufig findet man Rosmarin auch in Kräutermischungen.
Die Zweige halten sich im Kühlschrank in einer Folie bis zu 2 Wochen. Rosmarin kann man hervorragend trocknen oder auch tiefgefrieren.
Rosmarin sollte mit den Zutaten gekocht werden, dann entfaltet sich sein kräftiges Aroma. Es sollte sparsam dosiert werde, sonst übertönt er den Geschmack und den Geruch der anderen Zutaten und kann leicht bitter werden.
Besonders lecker ist Rosmarin zu kräftig gebratenem Fleisch, Lammgerichten, Gemüse und Fisch. Aber auch in einer Tomatensuppe, zu würzigem Käse und Nudelgerichten passt Rosmarin sehr gut. Ebenso verfeinert er aber auch Beilagen wie Kartoffeln.

Rosmarin verleiht Ölen ein unvergleichbares Aroma. 1 - 2 frische Zweige reichen für einen halben Liter Öl aus.
Die Rosmarinzweige werden "gegen den Strich" zwischen den Fingern durchgezogen, um die Nadeln abzuzupfen. Die Nadeln werden dann mit dem Küchenmesser zerkleinert und zum Würzen verwendet. Wenn die etwas härteren Nadeln stören, können sie auch als ganzer Rosmarinzweig mitkochen, der dann vor dem Servieren aus dem Gericht genommen wird.
Rosmarin enthält die Mineralstoffe Calcium, Eisen, Magnesium und Zink. Bei den Vitaminen sind Vitamin C und B1 erwähnenswert.
Aufgrund seiner ätherischen Öle kann ein einfacher Aufguss bei Kopfschmerzen, Migräne und Erschöpfung als auch gegen Verdauungsbeschwerden und Blähungen helfen.
Kräuterölbalsam mit gleichen Anteilen von Myrte, Rosmarin und Lavendel ist ein gutes Mittel zum Einreiben bei Rheuma. Das ätherische Öl wird in Muskel- und Sportsalben und zur aromatherapeutischen Massage bei Schmerzen und schlechter Durchblutung verwendet.
Aufgrund seines intensiven Geruchs wird Rosmarin gerne als Würzstrauß in die Küche gehängt, wo er unangenehme Gerüche bindet.
Gibt man Rosmarin für 2 - 3 Wochen in Essig, kann man einen sehr geschmacksintensiven Salatessig herstellen.
In Kübeln gezogener Rosmarin kann zum schönen Zierstrauch heranwachsen. Da er immergrün ist, hat man das ganze Jahr daran Freude.

Rosmarinsorten

Die Sorte "Blue Winter" gilt als extrem winterhart. Die grüngrau bereiften Nadeln sind sehr aromatisch.

Rosmarinanbau

Rosmarin gedeiht sowohl im Kräuterbeet, wie auch in Töpfen auf dem Balkon oder der Terrasse. Er wächst wild oder kultiviert, ist immergrün und wächst bis zu einem 2 m hohen Strauch mit verholzten Zweigen und stark duftenden Nadeln.
Zu Frühjahrsbeginn trägt er weiße, blassblaue oder rosafarbene Blüten und ist somit eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen.
Er gedeiht auf durchlässigem Boden und liebt die volle Sonne.
Die Blätter sind ganzjährig frisch verwendbar, zum Trocknen erntet man sie im Juli und August.

Die Vermehrung erfolgt durch Stecklinge oder Absenker. Rosmarin sollte regelmäßig geschnitten werden, da er sonst verholzt. Der Rückschnitt sollte nach der Blüte erfolgen. Bei starken Frösten benötigt er einen Kälteschutz oder sollte lieber an einen kühlen, hellen Ort ins Haus geholt werden. Rosmarin verträgt keine Staunässe, ist aber insgesamt eine relativ anspruchslose Pflanze.