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Spinat

Spinat

Wenn man an Spinat denkt, meint man meist den einjährigen Blattspinat (bot. Spinacia oleracea). Es gibt aber auch den etwas würzigeren Wurzelspinat oder den Neuseeländer Spinat.
Spinat ist ein Gänsefußgewächs. Es wurde zuerst in China kultiviert.
Das Blatt vom frischen Spinat ist grundständig, blasig strukturiert, glatt, lang dreieckig oder breitoval.
Die Blätter werden als Gemüse frisch oder tiefgekühlt angeboten.
Im Raum Reken im Kreis Borken im Münsterland wird viel Spinat angebaut. Aus diesem Spinat wird hauptsächlich Tiefkühlspinat hergestellt.
Die Haupterntezeit für Spinat aus dem Hausgarten ist von Mai bis Juli.

Spinat
Blattspinat ist im Frühjahr und Wurzelspinat im Herbst aus heimischem Anbau erhältlich.
Spinat gehört zu den ersten erntefrischen und vitaminreichen Gemüsen im Frühjahr. Aus diesem Grund sollte man ihn auch besonders im Frühjahr genießen.
Wochenmärkte, Hofläden und gut sortierte Gemüsetheken bieten frische, heimische Ware an.
Sehr beliebt und weitverbreitet ist auch der Tiefkühlspinat. Tiefkühlspinat kann man einfach bevorraten und ist leicht zuzubereiten.
Frischer Spinat ist nur kurze Zeit im Kühlschrank lagerfähig. Die feinen Blätter welken sehr schnell. Man kann ihn in ein feuchtes Tuch einschlagen und im Kühlschrank wenige Tage aufbewahren.
Besser ist es, den Spinat direkt zuzubereiten und zu verzehren.
Frischen Spinat kann man blanchieren, schnell abkühlen und abtropfen lassen und flach in Gefrierbeuteln einfrieren. Er hält sich so eingefroren viele Monate lang.
Frischer Spinat muss geputzt, verlesen und gewaschen werden.
Der Frühjahrsspinat ist besonders zart, hat kurze Stiele und hellgrüne Blätter. Er ist sehr schnell gar. Man darf sich nicht wundern, dass eine große Menge frischer Spinat, wenn er erhitzt wird, sehr schnell und zu einer kleinen Menge zusammen fällt.
Möchte man Spinat im Salat verwenden, sollte man den frühen, jungen Blattspinat nehmen.
Im Winter kann man kräftig schmeckenden Wurzelspinat einkaufen. Vom Wurzelspinat müssen beim Putzen die Wurzeln und die dicken Blattrippen entfernt werden.
Für Gemüsefans wird als Portion 200 g gefrorener Spinat angegeben. Für viele Gerichte reicht aber auch 125 g gefrorener Spinat pro Portion aus.
Spinat ist so gesund und kraftspendend, dass er dem Comic-Helden Seemann "Popeye" übermenschliche Kräfte verlieh. Spinat enthält tatsächlich viele wertvolle Inhaltsstoffe.
Spinat enthält kein Fett, wenig Energie, wenig Eiweiß und wenige Kohlenhydrate. Dafür enthält er viele Vitamine und Mineralstoffe. Hervorzuheben ist der hohe Gehalt an ß-Carotin (Vorstufe Vitamin A). Vitamin A ist beim Sehvorgang beteiligt und wirkt mit beim Zellwachstum.
Der Spinat ist für seinen hohen Eisengehalt bekannt und gilt deshalb als so gesund. Eisen ist ein Baustein des Blut- und Muskelfarbstoffs, es ist beim Sauerstofftransport beteiligt und Bestandteil vieler Enzyme.

Der hohe Gehalt an Kalium regelt unter anderem im Zusammenspiel mit Natrium den Wasserhaushalt und aktiviert zahlreiche Enzyme.
Spinat sollte, wie andere nitratreiche Gemüse (Mangold oder Chinakohl), nur dann wieder aufgewärmt werden, wenn das Gemüse nach dem ersten Zubereiten sofort kühl gestellt wurde.
Spinat ist sehr vielseitig einsetzbar. Pürierter Spinat mit Kartoffelbrei und Spiegelei ist ein sehr beliebtes und verbreitetes Gericht, nicht nur für Kinder.
Aber Spinat kann man nicht nur pürieren, sondern auch gehackt oder als ganze Blätter gedünstet verwenden. Den Frühjahrsspinat kann man auch gut als Salat zubereiten.
Zum Würzen eignen sich Salz, Pfeffer, Knoblauch und auch Muskatnuss.
Spinat kann man nicht nur direkt essen, sondern mit Spinatsaft z. B. Nudeln färben. Der grünfärbende Farbstoff ist das Chlorophyll aus den Blättern.

Spinatsorten

Wurzelspinat wächst am besten, wenn er an geschützten Stellen im Garten angebaut wird. Es ist auch möglich, Wurzelspinat im Winter im Gewächshaus anzubauen.

Mangold und Neuseeländerspinat sind kein Spinat, aber sie sind auch Blattgemüse, das wie Spinat zubereitet und gegessen werden kann.
Mangold ist mit Spinat verwandt.
Neuseeländerspinat (bot. Tetragonia tetragonoides) ist botanisch nicht mit dem Spinat verwandt. Diese Pflanze ist vor 200 Jahren aus Neuseeland und Australien in Europa eingeführt worden. Er ist im Hausgarten leicht zu kultivieren. Die Blätter haben eine spitzherzige Form und ähneln dem Blattspinat. Die Blätter sind aber fleischiger. Neuseeländerspinat ist eine einjährige frostempfindliche Gemüseart. Für einen Familienhaushalt benötigt man etwa 6 Pflanzen. Die Samen werden in Pflanztöpfen ausgesät und vorgezogen. Die Jungpflanzen können Mitte bis Ende Mai, wenn keine Fröste mehr auftreten, ausgepflanzt werden. Beim ersten Frost wird die Pflanze absterben. Neuseeländerspinat ist ein Sommerspinat, der die Erntelücke nach dem Blattspinat schließen kann. In der Küche wird er wie Blattspinat zubereitet.

Spinatanbau

Spinat ist im Hausgarten eine geeignete Vor- oder Nachkultur. Sie gedeiht gut, wenn die Tage kürzer und die Nächte länger sind.
Spinat ist eine Langtagpflanze, das bedeutet, wenn die Tage deutlich länger als die Nächte sind, wird der Spinat anfangen zu blühen, was nicht gewünscht ist.
Spinat gedeiht am besten auf einem tiefgründigen, humosen Lehmboden. Er sollte feucht gehalten werden. An das Klima hat er geringe Ansprüche.