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Schnittlauch

Schnittlauch

Schnittlauch ist durch seine einmalige Würzkraft in der Küche unverzichtbar. Der Geruch und Geschmack von Schnittlauch verrät sofort seine Zugehörigkeit zu den Zwiebelgewächsen.

Schnittlauch
Der Schnittlauch ist der kleinste Vertreter der Gattung Lauch und eng verwandt mit Knoblauch, Porree und Zwiebel.
Frischen Schnittlauch findet man in jedem Gemüseregal - als Bund oder auch im Topf zur ständigen Ernte. Am besten schneidet man die Halme auf einer Höhe von zwei Zentimeter ab und lässt ein Drittel der Halme stehen, dann wachsen sie immer wieder nach. Das Schneiden wirkt sich positiv auf einen kräftigen Wuchs und eine üppige Ernte aus.
Die blau-violetten oder rosa Blüten der Schnittlauchstauden sehen nicht nur sehr schön aus, sondern werten auch jeden Salat optisch auf. Die Schnittlauchblüten können genau wie die Halme verarbeitet und verzehrt werden. Die Blüten schmecken leicht pfeffrig, sie haben ein würziges, leicht scharfes Aroma. Kleingeschnitten geben sie jedem Salat eine angenehme Schärfe..
Schnittlauch lässt sich auch einfach zu Hause ziehen, so dass er bei Bedarf jederzeit zur Verfügung steht. Er wächst problemlos in Kräutergärten und Balkonkästen.
Schnittlauch eignet sich nicht gut zum Trocknen, er verliert zu viel Aroma.
Einfrieren lässt er sich dagegen sehr gut. Wenn die Schnittlauchernte besonders reichlich ausfällt, lässt sich Schnittlauch gut im Eiswürfelbereiter tiefgefrieren und somit gut portionieren.
Schnittlauch ist ein klassisches Gewürz für Eierspeisen und Käsegerichte, wie z. B. Omeletts.
Er schmeckt auch köstlich zu Kartoffelpüree oder in zerlassener Butter an neuen Kartoffeln.
Er verleiht Suppen, Saucen und Dressings ein zartes Zwiebelaroma und passt zu vielen Blattsalaten.
Besonders delikat ist er auch in Gurken- oder Tomatensalat. Aber auch kleingeschnitten als Brotauflage ist Schnittlauch ein Genuss.
Schnittlauch sollte möglichst frisch verwendet werden, da bei längerer Lagerung die Inhaltsstoffe schnell abgebaut werden.
Der Schnittlauch findet zwar keine medizinische Verwendung, wirkt aber wie andere Lauchpflanzen durch seine Schwefelverbindungen günstig auf Kreislauf und Verdauung.
Schnittlauch liefert mit seiner pikant scharfen Würze viel Vitamin C.
Schnittlauch wird in der Küche kalt abgebraust und trocken getupft, auf ein Brett gelegt und mit dem Wiegemesser in gleichmäßige feine Röllchen geschnitten. Beim Schneiden sollte man mit einem sehr scharfen Messer hantieren oder eine Schere benutzen, damit der Schnittlauch nicht zu sehr gedrückt wird.
Blanchierte Halme lassen sich zum Zusammenbinden kleiner Gemüsebündel nutzen. Das sieht sehr gut aus und verleiht dem Gemüse eine würzige Geschmacksnote.

Schnittlauchsorten

Man unterscheidet drei Schnittlauchsorten, die sich in der Dicke der Blätter unterscheiden: fein-, mittelfein- und grobröhrigen Schnittlauch.

Schnittlauchanbau

Schnittlauch liebt einen sonnigen bis halbschattigen Standort und leichte lockere Böden.
Für die Aussaat empfiehlt sich der frühe April.
Schnittlauch ist eine ausdauernde, winterharte Zwiebelpflanze mit ca. 30 cm hohen dünnen, aromatischen Halmen. Im Frühsommer trägt sie kugelige, rosarote Blüten, die für Bienen und Schwebfliegen sehr attraktiv sind.
Wenn die Pflanze gut angewachsen ist, kann sie durch Teilung der Zwiebelbüschel im zeitigen Frühjahr oder Herbst vermehrt werden.
Die Halme können bis zu den ersten Frösten laufend zur Verwendung in der Küche geschnitten werden.
Der Schnittlauch ist ein ideales Kraut für den Küchengarten oder das Beet, lässt sich aber auch im Topf ziehen.
Er gedeiht in den meisten Böden, muss aber regelmäßig gewässert und gedüngt werden.
Die Pflanzen können zum Überwintern in Blumentöpfe gesetzt werden, so kann man weiter ernten. Pflanzen, die im Beet bleiben, sollten zum Überwintern leicht abgedeckt werden. Im Frühling sprießt der Schnittlauch wieder kräftig aus dem Boden.