Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
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Koriander

Koriander gehört mit zu den ältesten Gewürzen. Es ist eine einjährige Gewürzpflanze, von der in der Küche die frischen Blätter, der Samen und die Wurzel sehr vielseitig verwendet werden können. In Asien wird Koriandergrün genauso häufig verwendet wie bei uns die Petersilie.
Die Blätter des Korianders sehen den Blättern der glatten Petersilie sehr ähnlich, sind jedoch ein wenig feiner, deshalb wird Koriander auch als asiatische Petersilie bezeichnet.
Zum Würzen kann man sowohl die Blätter, wie auch die Stiele des Korianders verwenden.

Einkaufstipps

Frischen Koriander bekommt man in den Gemüseabteilungen der Supermärkte und auf Wochenmärkten, in Töpfen kultiviert oder in Kunststoffschalen verpackt.
Frischen Koriander kauft man meistens in Töpfen, er wächst nach der Ernte auf der Küchenfensterbank ertragreich weiter. Dabei sollte er regelmäßig gegossen werden, darf aber auch nicht zu nass stehen.
Das Koriandergrün wird stets frisch verwendet, es lässt sich schlecht trocknen, da es dabei zu viel Aroma verliert.
Getrocknete Koriandersamen hingegen findet man gemahlen in fast jedem Gewürzregal.
Koriandersamen sollten luftdicht verpackt sein und am besten dunkel und trocken gelagert werden.

Lagertipps

Koriander bleibt am besten frisch, wenn er ungewaschen in ein mit Wasser gefülltes Glas gestellt wird oder in feuchtem Küchenkrepp in einen Gefrierbeutel gelegt und im Kühlschrank aufbewahrt wird.
Frischen Koriander kann man bei Bedarf sogar einfrieren.
Koriandersamen sind auf Grund des hohen Anteils an ätherischen Ölen nicht sehr lange haltbar. Deshalb sollte man stets nur kleine Mengen davon kaufen. Sie sollten dunkel, kühl und luftdicht gelagert werden. Gemahlene Korianderkörner haben etwas weniger Aroma, da es schnell verfliegt.

Küchentipps

Frische Korianderblätter haben einen starken, leicht seifigen Eigengeschmack, den nicht jeder mag.
Sie können genauso wie Petersilie verarbeitet werden. Die Blätter und Stiele waschen, trocken schütteln, kleinhacken und dann beides in das Gericht geben.
Koriander ist recht hitzeempfindlich, deshalb sollte es immer erst zum Ende der Garzeit dazu gegeben werden, sonst geht sein Aroma verloren. Ebenso würde das frische zarte Grün an Farbe verlieren und die Konsistenz des Blattes würde leiden.
Frischer Koriander sollte nur in geringen Mengen zu den Gerichten gegeben werden, da er sehr intensiv würzt. Er passt in viele Salate, aber auch zu Fleischgerichten, Eintöpfen und zahlreichen Gemüsegerichten.

Frische Korianderblätter passen fast in jedes asiatische Essen und werten es durch den intensiven, würzigen Geschmack und die kräftige grüne Farbe auf.
Die getrockneten, kugelförmigen Koriandersamen werden gemahlen und schmecken wesentlich milder, leicht süßlich und fruchtig.
Sie werden häufig in Brot- und Backwaren verarbeitet. Sehr häufig finden wir Koriandersamen in Weihnachtsgewürzen und Lebkuchen, geschmacklich passt er aber auch zu Fleischgerichten. Koriandersamen wird auch zur Geschmacksabrundung bei vielen Wurstwaren eingesetzt. Auch in Chutneys, eingekochten Gurken oder Kürbissen findet man Koriandersamen.
Koriander harmoniert mit exotischen Gewürzen wie Kreuzkümmel oder auch mit Minze und Zimt.

Ernährungstipps

Die Blätter und Samen enthalten Gerbstoffe und Vitamin C. Den ätherischen Ölen des Korianders spricht man leicht krampflösende Eigenschaften zu, es wirkt verdauungsfördernd und mindert Blähungen und das Völlegefühl nach fettreichen Gerichten.

Hofschatztipps

Ganze Korianderkörner lassen sich in Eintöpfen oder Fleischgerichten mitkochen. Wer keine ganzen Körner im Gericht haben möchte, kann die Korianderkörner im Teebeutel oder Teeei mitkochen und diese später wieder rausnehmen. Alternativ verwendet man gemahlenen Koriander. Besonders würzig schmeckt Koriander, wenn die Körner vorher kurz in einer Pfanne ohne Fett angeröstet werden.

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