Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
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Majoran

Majoran, botanisch als Origanum majorana bezeichnet, wird auch Badkraut, Kranzkraut oder Wurstkraut genannt.
Sein namentlicher Ursprung findet sich im Arabischen mit "marjamie", was "der Unvergleichbare" bedeutet.
Die ursprüngliche Heimat des Majorans liegt in Indien.
Das bekannteste und gleichzeitig das größte zusammenhängende Anbaugebiet von Majoran in Europa liegt in Thüringen rund um die Gegend von Aschersleben.
In Deutschland wird ausschließlich die einjährige Majoranpflanze kultiviert, während im Nahen Osten und im asiatischen Raum Majoran als langlebiger kleiner Strauch auftritt.

Einkaufstipps

Frischen Majoran kann man nur selten kaufen, gegebenenfalls mal auf dem Wochenmarkt oder bei einem Direktvermarkter mit Kräuteranbau. Ansonsten muss frischer Majoran im eignen Garten oder auf dem Balkon geerntet werden. Geerntet wird während der Blütezeit. Achten Sie darauf, Majoran möglichst am frühen Morgen oder am späten Nachmittag zu ernten, dann erreichen die ätherischen Öle ihre maximale Konzentration in der Pflanze.
Im Einzelhandel, auf dem Wochenmarkt und beim Direktvermarkter erhalten Sie Majoran überwiegend in getrockneter Form.
Dabei wird zwischen gerebeltem, geschnittenem und gemahlenem Majoran unterschieden. Gerebelter Majoran enthält keinerlei Stängel mehr, während geschnittener Majoran einen geringen Anteil an Stängeln aufweist.

Lagertipps

Frischen Majoran können Sie zur längeren Haltbarkeit selber trocknen.
Dafür wird er zunächst gründlich gesäubert, dann getrocknet und anschließend gerebelt, d. h. die Blätter, Knospen und Blüten werden vom Stiel abgestreift. Das Ganze dann in ein Glas mit Schraubverschluss füllen und der Majoranvorrat steht zur Verfügung.
Majoran einzufrieren ist nicht zu empfehlen, da er dabei zu viel Aroma verliert.

Küchentipps

Frischer wie auch getrockneter Majoran findet in der Küche Verwendung.
Majoran schmeckt würzig, schwach brennend und leicht bitter. Frischer Majoran ist aromatischer als getrockneter.
Es ist zu beachten, dass frischer Majoran grundsätzlich erst nach dem Garvorgang zu den Speisen gegeben wird, während getrockneter Majoran mitgaren kann. Getrockneter Majoran verliert auch bei Wärme nur langsam seine Würzkraft, während frischer Majoran beim Garen sofort auslaugen würde.
Grundsätzlich sollte beim Würzen mit Majoran immer behutsam vorgegangen werden, da er leicht aus den Speisen herausschmeckt.
Hauptverwendung findet Majoran in der Wurstherstellung. Er gilt als typisches Wurstgewürz in Blut- und Leberwurstsorten.
Doch Majoran ist durchaus flexibler einsetzbar. So rundet er wunderbar Tomatensoßen ab und würzt raffiniert Pizza.
Auch bei Geflügel- und Schweinefleischgerichten findet er Verwendung. Ebenso werden zahlreiche Kartoffelgerichte mit Majoran gewürzt.

Ernährungstipps

In Majoran sind nennenswert Vitamin C und Kalzium enthalten.
Neben Linalool und Thymol stellen die wichtigsten ätherischen Öle im Majoran Kampfer und Borneol dar. Sie wirken nervenberuhigend, schleimlösend bei Erkältung und appetitanregend.
Insgesamt wirkt Majoran lindernd bei Asthma, Schnupfen und Magenschmerzen.
Neben der inneren Anwendung ist Majoran auch als Badezusatz bei einem Erkältungsbad zu empfehlen bzw. allgemein bei einem Entspannungsbad.
Aufgrund seiner entzündungshemmenden Wirkung findet Majoran auch Verwendung in der industriellen Herstellung von kosmetischen Ölen.

Hofschatztipps

Neben Petersilie und Schnittlauch gilt Majoran als das am häufigsten verwendete Gewürzkraut in der deutschen Küche.
Vor der Verwendung von Majoran, unabhängig ob er frisch oder getrocknet ist, die Blättchen zwischen den Fingern leicht zerreiben, um die Aromastoffe frei zu setzen.
Pflanzen Sie immer mal Majoran zwischen Ihre Beete, er schützt die umliegenden Pflanzen vor Blattlausbefall und hält Ameisen fern.

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