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Bohnenkraut

Bohnenkraut, botanisch als Satureja hortensis bezeichnet, wird auch Bergminze, Suppenkräutchen oder "Würzkraut armer Leut" genannt.
Es stammt ursprünglich vom Schwarzen Meer und aus dem östlichen Mittelmeerraum.
Bohnenkraut steht in keinem Zusammenhang mit den Hülsenfrüchtlern (Leguminosen) der Bohnen und ist dementsprechend auch keine Wickenart. Stattdessen zählt es zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae) und ist mit der Minze verwandt, d. h. auch der Name Bergminze.
Zu seinem allgemein bekannten Namen Bohnenkraut kam es, da es gerne im Zusammenhang mit Bohnengerichten Verwendung findet und da es tatsächlich einen gewissen "Bohnengeschmack" aufweist.
Man erkennt Bohnenkraut am buschig verzweigten Gewächs mit holzigen, bis zu 40 - 60 cm langen Stielen. Die Blättchen sind oval, schmal und lang gezogen. Bohnenkraut bildet weiß-hellviolette Blüten aus.

Einkaufstipps

Auf dem Wochenmarkt und im Handel kann man Bohnenkraut i. d. R. nur getrocknet kaufen. Dann allerdings gerebelt, grob zerkleinert oder fein gemahlen.
Ebenso ist Bohnenkraut in tiefgefrorener Form zu erhalten.
Am einfachsten erhalten Sie frisches Bohnenkraut, wenn Sie es im eigenen Garten oder auf dem Balkon selber ziehen. Saatgut erhalten Sie im Raiffeisenmarkt oder Gartencenter.

Lagertipps

Frisches Bohnenkraut sollte kurzfristig verwendet werden. Wer es im Hausgarten oder auf der Fensterbank selber zieht, sollte es kurz vor und während der Blütezeit einfach bei Bedarf ernten.
Alternativ lässt sich Bohnenkraut trocknen bzw. bereits getrocknet kaufen. Bitte beachten Sie: Getrocknetes Bohnenkraut ist deutlich aromaintensiver, seine Würzkraft ist bei der Verwendung nicht zu unterschätzen!

Küchentipps

Bohnenkraut findet in der Küche sowohl frisch als auch getrocknet Verwendung.
Grundsätzlich steht Bohnenkraut mit Bohnengerichten aller Art, vom Eintopf, übers Bohnengemüse bis hin zum Salat, in Verbindung.
Doch es ist deutlich vielseitiger. So dient es als Gewürz in Wurstgewürzmischungen und Fleischgerichten, in vielen Eintöpfen und Kartoffelgerichten. Auch zum Würzen von Suppen, sehr bekannt in Erbsensuppe, ist es dienlich.
Frische Salate lassen sich ebenfalls mit Bohnenkraut abrunden. Dabei sollte aber frisches Kraut verwendet werden, da das getrocknete zu pfeffrig durchschmeckt.
Beim Einkochen von Gurken wird Bohnenkraut ebenfalls dem Gewürzsud hinzugegeben.
Darüber hinaus findet Bohnenkraut auch in Teemischungen und als Badezusatz Verwendung.

Ernährungstipps

Beim Bohnenkraut ist vor allem der hohe Gehalt an Vitamin C erwähnenswert.
Die ätherischen Öle, Bestandteile darin sind u. a. Carvacrol und Thymol, bringen das Aroma des Bohnenkrauts hervor.
Bohnenkraut gilt als sehr bekömmlich und magenschonend. Es wirkt sogar appetitanregend und verdauungsfördernd. Bei Blähungen verschafft es Linderung.
Bohnenkrauttee löst Husten.
Auch bei der äußerlichen Anwendung ist Bohnenkraut wirksam. Bei Bienen- oder Wespenstichen: frisch zerdrücktes Bohnenkraut auf die betroffene Stelle streichen, um Schwellungen bzw. Entzündungen vorzubeugen oder zu lindern.

Hofschatztipps

Pflanzen Sie Bohnenkraut tatsächlich in die Nähe Ihrer Bohnenbeete. Es hält die Schwarze Bohnenlaus fern.
Auch gegen Schnecken ist es wirksam. Mit Bohnenkraut können Sie Ihre Gemüsebeete schützend umrahmen.
Wenn Sie in der Küche mal kein Bohnenkraut zur Hand haben, können Sie es auch durch Majoran und Thymian im Verhältnis 1:1 ersetzen.

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