Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
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Hühnereier

In Deutschland darf mit dem alleinigen Begriff "Ei" rechtlich nur das Hühnerei bezeichnet werden. Andere Eierarten von Gänsen, Straußen etc. müssen immer mit ganzem Namen bezeichnet werden.

Einkaufstipps

Eier werden nach EG-Vermarktungsnormen in Gewichts- und Güteklassen eingeordnet. Zudem erfolgt eine Einteilung nach Herkunft und Haltungsart.
Beim Gewicht unterscheidet man die Klassen S = small (< 53 g), M = medium (< 62 g), L = large (< 72 g) und XL = extra large (> 73 g).
Es gibt die Güteklassen A, B und C, wobei nur A und B als Lebensmittel vermarktet werden dürfen. Eier der Güteklasse C werden im Non-Food Bereich verarbeitet.

Überwiegend werden im Hofladen, auf dem Wochenmarkt und im Einzelhandel Eier der Güteklasse A angeboten. Deren Hauptkennzeichen sind eine saubere und unverletzte Schale, die Luftkammer in der Ei-Unterseite beträgt max. 6 mm und das Eiweiß hat eine feste, gallertartige Konsistenz.
Der Stempel auf dem Ei ist der Erzeugercode.
Die Art der Haltung steht dort als erste Ziffer. 0 steht für "Ökologische Erzeugung", die Ziffer 1 für "Freilandhaltung", die Ziffer 2 für "Bodenhaltung". Danach folgt die Herkunftsangabe z. B. "DE" für Deutschland und die Ziffer 5 für das Bundesland NRW. Zum Schluss ist die individuelle Betriebsnummer aufgedruckt.

Lagertipps

Es empfiehlt sich, Eier im Kühlschrank aufzubewahren.
Die Zeitspanne vom Legen bis zu dem angegebenen Mindesthaltbarkeitsdatum beträgt bei jedem Ei 28 Tage. Nach Überschreitung des Datums sollten Eier im Rahmen ihrer Verwendung durcherhitzt werden.
Sie können jederzeit einen Eifrischetest durchführen. Legen Sie das Ei dafür in ein Glas Wasser. Ist es frisch, sinkt es zu Boden und liegt auf der Seite. Bei einem sieben Tage alten Ei steigt das stumpfe Ende leicht nach oben. Ist das Ei 2 bis 3 Wochen alt, steht es senkrecht mit dem stumpfen Ende nach oben im Glas.
Zur Verlängerung der Haltbarkeit kann die Eimasse oder das getrennte Eiklar bzw. Eigelb auch eingefroren werden.

Küchentipps

Bei einem frischen aufgeschlagenen Ei umschließt das Eiklar hochgewölbt den Dotter. Dieses Ei ist gut für Spiegeleier geeignet. Bei einem älteren Ei ist das Eiklar dünn und fließt beim Aufschlagen auseinander. Diese Eierpackung eignet sich gut für hartgekochte Eier, da sie sich leichter pellen lassen.

Ein Trick, damit das Ei nicht springt, wenn es ins Wasser zum Kochen gelegt wird: Das Anstechen des Eis mit einem Eierpick oder einer Stecknadel am stumpfen Ende sorgt dafür, dass die im Ei enthaltene Luft entweichen kann.
Das Fünf-Minuten-Ei hat noch einen weichen Dotter, beim Acht-Minuten-Ei ist er noch ein wenig weich und ab zehn Minuten Kochzeit ist das Ei komplett hart (Die Zeitangaben beziehen sich auf Eier der Gewichtsklasse M).
Übrigens: Die Kochzeit beginnt erst ab dem Zeitpunkt des sprudelnd kochenden Wassers. Die Kochzeit variiert nach Gewichtsklasse (siehe Einkaufstipps); große Eier werden etwas länger gekocht, kleinere etwas kürzer!

Üblicherweise beruhen Rezeptangaben für Eier auf der Gewichtsklasse M (53 g bis 63 g). Werden sehr kleine oder besonders große Eier verwendet, ist die Anzahl im Rezept entsprechend zu verändern.
Beim Verarbeiten von Eiern z. B. beim Backen, sollten die Eier immer erst in ein separates Gefäß aufgeschlagen werden. Falls das Ei verunreinigt oder aus anderem Grund nicht verwertbar ist, werden nicht gleich alle Zutaten in der Rührschüssel verdorben.
Wenn Sie einen Teig mit Eischnee herstellen, wie Biskuit oder Soufflé, sollten Sie diesen sofort backen und während des Backvorgangs die Backofentür nicht öffnen, damit der Teig seine Form gut erhalten kann.

Ernährungstipps

Eier zeichnen sich als wertvolle Proteinquellen aus, da das Hühnereiweiß aufgrund seiner hohen biologischen Wertigkeit als besonders hochwertiges Nahrungseiweiß gilt.
Daneben sind Eier reich an Vitamin A, D, B2, K und Biotin, sowie an Mineralstoffen, insbesondere Calcium und Eisen. Die meisten Vitamine und das Eisen befinden sich im Eidotter. Gleichzeitig befindet sich dort aber auch der größte Anteil an Cholesterin.

Hofschatztipps

Zu Ostern bereitet das Eier färben Klein und Groß, am besten mit der ganzen Familie, eine große Freude. Praktische Tipps, wie man z. B. schonend mit Naturmaterialien färben kann, finden Sie unter der Rubrik "NRW- Küchengeschichten" - Österliches Eierfärben.