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Kohlrabi

Kohlrabi, auch Oberkohlrabi oder Oberrübe genannt, gehört zur Familie der Kohlgemüse. Er ist ein Stängelgemüse, denn die oberirdische Knolle, die gegessen wird, ist eigentlich ein verdickter Stängel. Die Knollen können sehr groß werden.
Kohlrabi ist eigentlich eine zweijährige Gemüsepflanze. Sie ist ein Kreuzblütler und würde im zweiten Jahr gelb blühen. Das Blatt ist lang gestielt und hat einen Wachsüberzug.
Man unterscheidet den weißen oder hellgrünen Kohlrabi und den blauvioletten Kohlrabi.
Kohlrabi ist ein leckeres Knabber- und Naschgemüse. Man kann es, nachdem man die Schale abgeschält hat, roh essen. Es schmeckt mild süßlich.
Gemüsehöfe, die Kohlrabi anbauen, gibt es in ganz NRW. Kohlrabi wird verstärkt im Rheinland, in Niedersachsen, Bayern, Rheinlandpfalz und Baden-Württemberg angebaut.

Kohlrabi war schon bei den Römern beliebt. Sie nannten ihn Stängelrübe. Seit dem Mittelalter wurde Kohlrabi vor allem im deutschsprachigen Raum angebaut. Daher wurde sein deutscher Name auch in den englischen Sprachgebrauch übernommen.

Einkaufstipps

Frischen Kohlrabi kann man das ganze Jahr über einkaufen. Hiesige Kohlrabi aus dem Freiland bekommt man ab Mitte Mai bis in den Oktober. Blaue Kohlrabi sind etwas zarter als die weißen Knollen.
Kohlrabi ist ein beliebtes Gemüse bei Kindern, weil es mild schmeckt und man es direkt roh essen kann. Deshalb auch an diese gesunde Knabberei beim Einkauf denken.
Frischen Kohlrabi erkennt man an seinen knackig frischen Blättern. Man rechnet 300 g ungeputzte Kohlrabiknolle pro Person. So erhält man, wenn man ihn gewaschen und geputzt hat, 200 g verzehrsfertige Menge pro Person.

Lagertipps

Bei frischen Kohlrabiknollen sollte man zuhause die Blätter sofort entfernen. Die Blätter verbrauchen viel Wasser und lassen die Knolle schnell welken.
Kohlrabiknollen kann man im Kühlschrank 4 - 5 Tage frisch halten.
Kohlrabi kann man auch einfrieren. Dazu werden die Knollen geschält, in Stifte geschnitten, 2 Minuten blanchiert und in Gefrierbeuteln portionsgerecht eingefroren.
Auch die Herzblätter werden blanchiert und mit eingefroren.

Küchentipps

Kohlrabiknollen aus dem Garten werden gewaschen und geschält. Bei sehr zarten Knollen braucht man den oberen Teil nur sehr dünn schälen. Holzige Stellen, meist an der Wurzel, werden abgeschnitten. Nun wird die Knolle in Scheiben und dann in Stifte geschnitten.
Kohlrabi kann man roh oder gegart essen. Er ist in wenigen Minuten gar. Meist wird Kohlrabi in kleine Stifte geschnitten und in wenig Salzwasser gegart. Dazu schmeckt etwas zerlaufene Butter, gehackte Kräutern oder eine Bechamelsoße.

Lecker ist Kohlrabi auch in Gemüsesuppen zusammen mit anderen Gemüsen wie z. B. Möhren, Spargel, Blumenkohl und Erbsen und frischen Kräutern.
Aus Kohlrabi kann man auch gut einen frischen Salat machen. Dazu raspelt man Kohlrabi und eine Möhre. Das ergibt zusammen eine schöne Farbe. Dazu passt gut eine Essig-Öl-Soße oder eine Sahnesoße. Diesen Salat ganz frisch zubereiten, da er schnell Flüssigkeit zieht.

Ernährungstipps

An Vitaminen weist Kohlrabi u.a. ß-Carotin (Vorstufe Vitamin A), Vitamin E, Vitamin C und Folsäure auf.
An Mineralstoffen sind u. a. Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen enthalten.
Bedeutsam ist der hohe Kaliumgehalt; Kalium ist wichtig für die neuronale Reizweiterleitung und wirkt blutdrucksenkend.

Hofschatztipps

Die zarten Herzblätter sind sehr Vitamin C-haltig. Aus diesem Grund sollten sie immer mitverwendet werden. Man kann sie fein schneiden und z. B. über einen Salat, einen Eintopf oder eine Suppe streuen.

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