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Steckrübe

Die Steckrübe oder Kohlrübe hat im deutschsprachigen Raum viele Namen. Sie wird auch Wruke, Unter-, Boden- oder Erdkohlrabi, Boden-, Erd- oder Schmalzrübe, Dorsche oder Dotsche (Österreich) oder Kullochen genannt.
Die Steckrübe ist ein Wintergemüse und gehört zu den Wurzelgemüsen. Es gibt Sorten mit weißem (spielen keine Rolle für die menschliche Ernährung) und mit gelbem Fleisch. Die gelbfleischigen Sorten sind zarter und weicher. Meist wird daraus ein warmes Gemüse oder gemischt mit Kartoffeln, ein Eintopf gekocht. Steckrüben haben einen ähnlichen Geschmack wie Kohlrabi, schmecken aber etwas kräftiger.

Die Steckrübe hat immer blaugrüne Blätter und ist nicht zu verwechseln mit der Speiserübe, die grasgrüne bis dunkelgrüne Blätter hat.
Die Steckrübe gehört zur Familie der Kreuzblütler, der Brassicaceae. Steckrüben sind eine Kreuzung von Kohl und Rübsen. Sie ist eine zweijährige Pflanze. Die Rübe wird aus einem Teil des Hauptsprosses und einem Teil der Wurzel gebildet. Im zweiten Standjahr würde die Kohlrübe blühen, sofern sie nicht vorher geerntet wurde.

Der Steckrübe haftet immer noch der Ruf des Arme-Leute-Essens an. Der "Steckrübenwinter" 1916 / 1917 im Ersten Weltkrieg ist geschichtlich stets noch im Gedächtnis. Die Gemüsepflanze Steckrübe hat vielen Menschen das Überleben ermöglicht.
Heute, mit dem Trend zur heimischen und regionalen Küche, wird die Steckrübe wieder beliebter und neu entdeckt. Sie ist eine gesunde und interessante Gemüseart.
Hauptanbaugebiet ist Norddeutschland.

Einkaufstipps

Eine Steckrübe ist meist zwischen 8 - 12 cm dick und bis zu 1,5 kg schwer.
Sie ist ein Wintergemüse. Die Ernte beginnt im September. Die Haupterntezeit ist in den Monaten Oktober und November. Aus dem Winterlager werden sie bis in den Mai hinein verkauft.
Für eine Mahlzeit rechnet man 200 g geputzte Steckrübe pro Person.
Steckrüben kann man im Hofladen, an Gemüseständen auf dem Wochenmarkt oder im Lebensmittelhandel einkaufen.
Frische Ware erkennt man daran, dass die Knollen fest sind und keine Risse oder Flecken haben.

Lagertipps

Frisch eingekaufte, ganze Steckrüben halten sich im Kühlschrank rund 10 Tage frisch, danach könnten sie morsch werden.
Fertig gegarte Steckrüben kann man gut einfrieren. Tiefgefroren halten sie sich mindestens 3 Monate lang.
Steckrüben aus dem eigenen Garten kann man gut im kühlen und dunklen Keller lagern. Dort halten sie sich mehrere Monate lang. Zuvor muss das Laub von der Knolle abgedreht oder angeschnitten werden.

Küchentipps

Die Steckrübe wird zuerst gewaschen und dann geschält. Junge Knollen haben noch eine dünne Schale und man kann sie leichter schälen. Für dickere und ältere Steckrüben braucht man ein scharfes und robustes Schälmesser. Je nach Verwendung wird die Rübe gewürfelt, in Scheiben oder in Streifen geschnitten.

Die Steckrübenstücke werden in Salzwasser gar gekocht. Gebratene Zwiebeln und zerlaufene Butter passen gut dazu.
Man kann sie gut für die Zubereitung von deftigen Gerichten verwenden. Einen deftigen Steckrübeneintopf kocht man mit Brühe von Rindfleisch, Kartoffeln und Porree. Aus Steckrüben kann man auch Püree herstellen.

Ernährungstipps

Zu den erwähnenswerten Vitaminen in der Steckrübe zählen ß-Carotin (Vorstufe Vitamin A), Vitamin E, Vitamin C und Folsäure.
An Mineralstoffen sind u. a. Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen vorhanden.
Die Steckrübe enthält 84 % Wasser und ist damit ein sehr kalorienarmes Wurzelgemüse. Sie enthält viel Vitamin C und Folsäure. Die Steckrübe ist somit ein wertvoller Vitaminlieferant im Winter.

Die Kohlenhydrate liegen u. a. als Traubenzucker vor. Dieser ist vom menschlichen Körper leicht zu verwerten.
Bei den Mineralstoffen ragt der hohe Kaliumgehalt heraus. Kalium braucht der Körper, um z. B. Muskelschwäche vorzubeugen.
Steckrüben enthalten auch geschmacksbildende, schwefelhaltige ätherische Öle.

Hofschatztipps

Steckrüben kann man auch roh essen. Dazu werden sie z. B. roh geraspelt und in einen frischen Salat gemischt. Meist werden sie aber gegart zubereitet.
Steckrüben haben die Eigenart, fremden Geschmack anzunehmen. Gart man sie z. B. zusammen mit Möhren oder Äpfeln, so nehmen die Steckrüben deren Geschmack an.

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