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Rotkohl

Rotkohl wird auch Rotkraut, Blaukraut, roter Kappes und Rotkabis genannt.
Die Pflanze ist ein Kreuzblütler. Sie stammt vom Wildkohl ab, der aus dem Mittelmeerraum und von den Westküsten Europas stammt. Kopfkohl wird von Menschen schon seit 2000 Jahren kultiviert.
Der Rotkohlkopf ist mittelgroß, sehr fest, eng und geschlossen und besteht aus glatten, blauvioletten, gewachsten Blättern.
Man kann ihn roh, wenn er fein gehobelt wurde, und gegart als Kohlgemüse essen.
Die Hauptsaison für heimischen Rotkohl beginnt im Juli und läuft bis ins nächste Frühjahr, weil er gut gelagert werden kann.
Hauptanbaugebiete sind das Rheinland, Niedersachsen und der Süddeutsche Raum.

Einkaufstipps

Einen frischen Rotkohl erkennt man an einem festen geschlossenen Kopf mit knackigen, rot-violetten Blättern und einer noch hellen Schnittstelle.
Die ersten frühen Sorten sind schon ab Anfang Juni auf dem Markt. Durch mittelfrühe Sorten als auch Herbst- und Dauerkohlsorten kann man bis ins Frühjahr Rotkohl aus heimischem Anbau einkaufen.
Besondere Frische und Auswahl gib es natürlich auf dem Wochenmarkt und beim Gemüsebauern im Hofladen.
Rotkohl als Gemüsebeilage gibt es auch fertig gegart im Glas oder als Tiefkühlware zu kaufen.

Lagertipps

Ganze, unzerteilte Rotkohlköpfe kann man sehr lange lagern. Sie halten sich gut, wenn sie bei kalten Temperaturen, trocken, luftig und vor Frost geschützt gelagert werden.
Gegartes Rotkohlgemüse kann man sehr gut einfrieren.

Küchentipps

Rotkohl wird in vielen Gegenden Deutschlands gerne in einem Essigsud gegart.
Um den frischen Rotkohlkopf zu verarbeiten, werden zuerst die äußeren Blätter abgenommen. Nun wird der Kopf geviertelt, der weiße Strunk heraus geschnitten und die Viertel gewaschen und fein geschnitten. Schneiden kann man den Rotkohl gut auf einer Aufschnittmaschine oder mit einem großen Gemüsehobel. Nützlich sind dabei dünne Handschuhe, denn der Saft des rohen Rotkohls färbt sehr stark.
Der geschnittene Rotkohl wird in Wasser mit Essig und Gewürzen wie Lorbeerblatt, Salz, Pfeffer, Zucker, Schmalz, Äpfeln, einer Zwiebel - gespickt mit einigen Nelken - gegart. Der Essig ist wichtig, damit der Rotkohl seine intensive rotviolette Farbe behält. Man rechnet pro Person mit einer gegarten Rotkohlportion von 200 g. Rotkohl kann man auch roh als Salat essen.

Ernährungstipps

Eine Portion Rotkohl enthält Eiweiß, Kohlenhydrate, Ballaststoffe, kein Fett und viele Vitamine und Mineralstoffe.
Besonders hervorzuheben ist der hohe Gehalt an Vitamin C. Rotkohl hat mehr Vitamin C zu bieten als Weißkohl.
Auch der hohe Folsäuregehalt ist erwähnenswert. Rotkohl hat an Mineralstoffen eine gehörige Portion Kalium und Eisen zu bieten.

Anthocyan heißt der blau-rote Farbstoff im Rotkohl. Anthocyane gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen, den Flavonoiden. Sie wirken antioxidativ. Diese Inhaltsstoffe regeln und stärken zusammen mit Vitamin C die Immunabwehr und hemmen Entzündungen.
Rotkohl ist energiearm und ballaststoffreich und sollte deshalb regelmäßig verzehrt werden.

Hofschatztipps

So können Sie mit Rotkohl praktisch Bevorraten und Vorkochen:
Nehmen Sie eine Hälfte des Rotkohlkopfes und verarbeiten Sie diese zu einem leckeren vitaminreichen Salat. Dieser Salat ist im Kühlschrank, viel länger als Blattsalate, durchaus einige Tage, haltbar.
Von der anderen Hälfte des Rotkohlkopfes kochen Sie ein traditionelles Rotkohlgemüse. Dieses lässt sich auch gut einfrieren.

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