Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen
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Kürbis

Unter Kürbis wird meistens der Speise- oder Riesenkürbis (Cucurbita Maxima) verstanden. Man verwendet ihn gerne für Dekorationen und kann daraus Gesichter schnitzen.

Kürbisse, hier sind die Speisekürbisse gemeint, kann man vielseitig zubereiten. Als Suppe, Auflauf, Eintopf oder süß-sauer eingelegt werden sie gerne gegessen.
Kürbisse gehören zu den Fruchtgemüsen. Es gibt sie in einer sehr großen Sortenvielfalt. Kürbisse sind einjährige, bis zu 12 m lang rankende, frostempfindliche Pflanzen. Botanisch betrachtet ist die Frucht, der Kürbis, eine niedere Beere, die festschalig ist und mehrere Zentner schwer werden kann.

Die Kürbisernte beginnt im August. Mit Haloween endet meist die Kürbissaison.
Aus den Kernen kann man u. a. Kürbiskernöl herstellen. Kalebassen sind aus einer bestimmten Kürbisart gefertigte Schalen und Flaschen.
Ursprünglich stammen Kürbisse aus Mittelamerika. Kürbisse werden überall in NRW angebaut.

Einkaufstipps

Einen reifen Speisekürbis erkennt man daran, dass er hohl klingt, wenn man darauf klopft.
Ein bekannter Speisekürbis ist der Hokkaido. Er ist sehr schmackhaft und nicht so groß wie viele andere Sorten.
Da es viele weitere Speisekürbissorten gibt, lohnt sich die Fahrt auf einen Kürbishof. Dort hat man eine große Auswahl und man kann sich fachkundig beraten lassen. Es gibt Höfe, die bis zu 150 verschiedene Sorten an Kürbissen anbauen.
Pro Person rechnet man mit 150 - 200 g Kürbisfleisch. Die Abfallmenge beim Kürbisputzen beträgt rund 30 %.

Lagertipps

Kürbisse kann man einige Wochen lang oder sogar bis zu 3 Monate lagern, wenn man sie als ganze Frucht z. B. im kühlen und trockenen Keller aufbewahrt. Angeschnittene Kürbisse halten sich im Kühlschrank nur ein paar Tage. Kürbissfleisch kann man sogar einfrieren. Dazu muss das Kürbisfleisch gekocht werden, anschließend püriert man es und kann es dann in Gefrierdosen einfüllen und einfrieren. Aus diesem Püree kann man z. B. eine leckere Kürbissuppe kochen.

Küchentipps

Aus einem Kilo Kürbis erhält man ca. 600 - 700 g Fruchtfleisch. Das reicht in der Regel für ein Gericht mit 4 Personen aus. Kürbissfleisch schmeckt gekocht am besten. Für die Zubereitung wird der Speisekürbis gewaschen und mit einem scharfen Messer halbiert. Nun können die Kerne mit einem Löffel herausgenommen werden. Die Kürbishälften werden zunächst in Spalten geschnitten. Nun kann man die Schale abschneiden und das Kürbisfruchtfleisch in kleinere Stücke teilen. Je nach Verwendung kann man das Kürbisfleisch nun kochen, dünsten, grillen oder überbacken. Ungeschälte Stücke von großen Kürbissorten kann man auch im Backofen bei 180 °C garen bis das Fruchtfleisch weich ist. Die Kürbisstücke werden dabei auf die Schalenseite gelegt. Die garen Kürbisspalten kann man nun mit Butter, Ahornsirup oder mit pikanter Füllung genießen.

Lecker ist auch ein Spaghettikürbis mit Tomatensauce. Dazu nimmt man einen möglichst kleinen Spaghettikürbis, weil er im Ganzen - in einem großen Topf oder Bräter - gekocht werden muss. Nach dem Kochen wird der Kürbis halbiert und das Fruchtfleisch, das aussieht wie Spaghetti, einfach mit einer Gabel herausgedreht. Nun kann man es wie die bekannten Nudeln verzehren.

Ernährungstipps

Kürbisse zählen zu den kalorienarmen Gemüsen. Ähnlich wie Melonen und Gurken bestehen sie zu rund 90 Prozent aus Wasser.
Zu den enthaltenen Vitaminen zählen ß-Carotin, Vitamin E, Vitamin C und Folsäure.
Bei den Mineralstoffen sind Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium und Eisen vertreten.
Kürbisse sind reich an sekundären Pflanzeninhaltsstoffen und enthalten nennenswerte Mengen an Carotinoiden, die wichtig für die Augenfunktion sind. Unter den Mineralien ragt Kalium heraus. Kalium ist daran beteiligt, den Flüssigkeitshaushalt des Körpers zu regeln.

Hofschatztipps

Kürbisblüten sind eine tolle Dekoration. Aber man kann sie z. B. auch mit Hackfleisch füllen oder sie in Pfannkuchenteig ausbacken. Wirklich eine Köstlichkeit!

Aus Halloweenkürbissen kann man mit einem speziellen scharfen Messer oder Cutter ein Gesicht oder Fratze schneiden. Für die Zubereitung zum Verzehr den Deckel nicht wieder aufsetzen, sonst gart der Kürbis ganz schnell und das Kürbisgesicht ist hin.